WUD 2018

Rückblick WUD 2018

Der World Usability Day 2018 am Donnerstag, 8. November stand unter dem Motto „UX Design for Good or Evil?“ und fand in Siegen bei der Firma CONZE Informatik statt. Etwa 90 Besucher waren zu den Vorträgen und Workshops gekommen. Die Organisatoren freuten sich über die vielen Teilnehmer.

Wie eine gemeinschaftliche Dienstplanung in der Pflege funktionieren kann, erklärte Alarith Uhde von der Universität Siegen jetzt bei der Veranstaltung zum World Usability Day in Siegen. In seinem Projekt entstand die Idee, dass Pflegekräfte ihren Dienst selber planen könnten und auch Probleme gemeinsam aushandeln könnten. „Wir haben uns gedacht, eigentlich wäre es ja schöner, wenn die Pfleger das gemeinschaftlich machen könnten“, erklärte er.

Die Lösung: Nicht mehr die Pflegedienstleitung macht für alle einen Dienstplan, sondern die Pflegekräfte planen selbst online. Dass die wirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen eingehalten werden, dafür soll ein Algorithmus sorgen. In seinem Vortrag skizzierte Uhde aber auch, welche offenen Fragen es bei dem Projekt noch gibt. Zum Beispiel, wann Mitarbeiter einen Dienstplan als fair empfinden.

Jiannis Giatagantzidis von der Uni Siegen stellte das Projekt ZEIT.RAUM vor. Dabei haben er und seine Kollegen ein interaktives Stadtmodell von Siegen entwickelt, das im Siegerlandmuseum am Oberen Schloss zu sehen ist. „Das Stadtmodell soll die Menschen dazu animieren, sich mit der Regionalgeschichte von Siegen zu beschäftigen“, erklärte er.

Giatagantzidis beschrieb detailliert, wie das Stadtmodell entstanden ist: Von der Planung, über den 3-D-Druck der einzelnen Häuser bis hin zum fertigen Modell. Das Ziel des Projekts ist es, neue, jüngere Besucher für die Regionalgeschichte zu begeistern, aber auch ältere Nutzer zu gewinnen, die sich nicht so gut mit Technik auskennen.

Während der Vorträge in der ersten Hälfte des Abends fand außerdem ein Workshop mit dem Titel “3D-Design und -Druck für Jedermann?” statt. Oliver Stickel vom Fab Lab Siegen brachte darin ein paar Interessierte mit neuen Arten von 3D-Modellierung in Kontakt und stellte Möglichkeiten vor, wie auch Unerfahrene innerhalb von einer Stunde ein 3D-Modell erstellen und zum Druck bringen können.

In der Pause konnte bei Snacks und kühlen Getränken über Usability und User Experience diskutiert werden. Außerdem luden insgesamt sechs interaktive Demos dazu ein mit Spiel und Spaß, Technologie zu testen. Virtual und Augmented Reality, 3D-Drucker, ein smarter Spiegel, Gamification in der Industrie und ein Modellzug boten abwechslungsreiche und spannende Diskussionsgrundlagen.

Danach stellte Geschäftsstellenleiter Martin Stein in einem Impulsvortrag die Arbeit des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Siegen vor. Das Kompetenzzentrum hat den WUD Siegen mit organisiert. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Südwestfalen und darüber hinaus bei der Digitalisierung – und setzt sich auch damit auseinander, wie Software nutzerfreundlich gestaltet werden kann. Im Obergeschoss der Firma CONZE haben die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums einen Lego-Zug gezeigt, an dem erklärt wird, wie vernetzte Anlagen funktionieren.

Welche Einsatzmöglichkeiten es für moderne Gestensteuerung im medizinischen Umfeld gibt, das haben drei Mitarbeiter von CONZE Informatik erklärt. Zum Abschluss des Abends haben Studierende aus dem Master-Studiengang Human Computer Interaction zwei Projekte vorgestellt, die an der CSCW sowie an der Usability Challenge teilgenommen haben. Dabei ging es um eine Augmented-Reality-Taucherbrille und eine interaktive Wand, über die Jugendliche an der Lokalpolitik ihrer Stadt mitwirken können.

Insgesamt war der WUD auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und wir danken allen, die dabei waren. Ohne das Publikum, wäre der WUD nicht so besonders.

Zum Abschluss: SAVE THE DATE – World Usability Day 2019 am 14.11.2019 – Denn nach dem WUD ist vor dem WUD! Wir freuen uns schon.

Jasmin KirchhübelWUD 2018

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